Grundsätzliches
Bei den Verglasungen gab es in den letzten 30 Jahren eine gewaltige Entwicklung.
Die noch bis 1973 eingebauten Einfachverglasungen besaßen Wärmedurchgangs- Koeffizienten
U (früher: k-Wert) von über 5 W/(m²K). Mit modernen Dreifach-Wärmeschutzverglasungen, wie
sie im Passivhaus eingesetzt werden, erreicht man typische U-Werte von 0,7 bis 0,8 W/(m²K).
Diese Gläser besitzen zwei infrarot-reflektierende Beschichtungen und sind mit Argon bzw.
Krypton gefüllt. Erst mit diesen Glasqualitäten liegen die inneren Oberflächentemperaturen
der Scheibe in der Nähe der Raumlufttemperatur und der Heizkörper unter dem Fenster
wird überflüssig. In Mitteleuropa sind die Wärmegewinne dieser Verglasungen in
Südorientierung mit wenig Verschattung selbst von Dezember bis Februar höher als
die Wärmeverluste.
Unglücklicherweise können alle positiven Solarbeiträge durch erhöhte Verluste der
Fensterrahmen sowie der Wärmebrücken am Glasrand und im Anschlussbereich Fenster-Wand
wieder aufgehoben werden. Gewöhnliche Fensterrahmen haben U-Werte zwischen
1,6 und 2,2 W/(m²K). Der Wärmeverlust eines Quadratmeters Rahmen ist daher mehr als
doppelt so hoch wie bei der gleichen Fläche einer Superverglasung.
Eine bedeutende Wärmebrücke stellen die Abstandshalter der Verglasung dar, die
üblicherweise aus Aluminium sind. Für das Passivhaus wurden daher besonders gut
wärmedämmende Fensterrahmen entwickelt, die auch die Glasrandverluste durch einen
tieferen Randeinstand verringern. Durch thermisch getrennte Abstandshalter
(sog. Warm-Edge-Systeme) werden die Verluste am Glasrand weiter verringert.
Quelle:
www.passivhaus-info.de